Theorie und Hintergrund

„Die vier Zimmer der Veränderung“ ist eine Veränderungstheorie. Sie erklärt, wie Einzelpersonen und Gruppen in Krisen- und Entwicklungsphasen reagieren. Claes Janssen ist der Begründer dieser Theorie.

„Die Vier Zimmer der Veränderung“, oft auch als „Vierzimmerwohnung“ bezeichnet, geht auf die Forschungen des Psychologen und Wissenschaftlers Claes Janssen zurück. Seine Forschungen zeigen, wie Einzelpersonen oder Gruppen während Veränderungsprozessen verschiedene Phasen durchlaufen.

Hintergrund der Theorie – die Forschung in Kürze
Claes Janssens bahnbrechende Forschung an der Universität Stockholm in den 1970er Jahren war einzigartig und brachte ihm eine Dozentur im Bereich Pädagogik ein.

Claes Janssen untersuchte die Bereitschaft und Unbereitschaft zur Zensur: Er untersuchte die Zensur von sich selbst, anderen und Ereignissen in der Außenwelt.

Die Forschung befasste sich auch mit der Bereitschaft oder Unbereitschaft, das Selbstverständnis zu erweitern – das eigene und das anderer. Schließlich befasste sie sich mit der Erfahrung von Zugehörigkeit und Ausgrenzung sowie den Folgen beider, sowohl auf individueller als auch auf organisatorischer Ebene.

Janssens Forschung führte zur Theorie der vier Zimmer der Veränderung. Seine Doktorarbeit, der Höhepunkt von elf Jahren Forschung, trägt den Titel „Personal Dialectics: On Self-Censorship, Outsider Experiences, and Integration“. Sie wurde 1975 bei Liber veröffentlicht.

In „Die Vier Zimmer der Veränderung, Eine praktische Alltagspsychologie“ (1996 und 2006) vertieft Janssen das Vier-Räume-Modell, das auf der Theorie der vier psychologischen Räume basiert.

Der Kern der Theorie – die Zimmer, die Bewegung zwischen ihnen, unsere unterschiedlichen Präferenzen und ein Überblick über das Geschehen in einer Gruppe oder Organisation – lässt sich kleinen oder großen Gruppen in vier bis fünf Stunden vermitteln, mit nachhaltigen Ergebnissen.